Skip to main content
  • ConceptWall 86 Fassaden - Office building Sofia Airport Centre befindet sich in Sofia, Bulgarije
  • ConceptWall 86 Fassaden - Office building Sofia Airport Centre befindet sich in Sofia, Bulgarije
  • ConceptWall 86 Fassaden - Office building Sofia Airport Centre befindet sich in Sofia, Bulgarije
  • ConceptWall 86 Fassaden - Office building Sofia Airport Centre befindet sich in Sofia, Bulgarije
  • ConceptWall 86 Fassaden - Office building Sofia Airport Centre befindet sich in Sofia, Bulgarije
  • Cigler Marani Architects

Sofia Airport Centre

Sofia - Bulgarije - 2010

SOFIA AIRPORT CENTER EIN GEWERBEZENTRUM MIT EINEM UMWELTFREUNDLICHEN KONZEPT UND EINEM STILVOLLEN ENTWURF

Das ambitionierte Neubauprojekt Sofia Airport Center (SAC) setzt völlig neue Maßstäbe für Logistik- und Bürogebäude in Bulgarien. Das groß angelegte Gewerbezentrum unterstreicht die Aspekte der Nachhaltigkeit und eines umweltfreundlichen Baukonzepts. Durch die strategisch günstige Lage in einer Entfernung von nur 300 Metern zum internationalen Flughafen von Sofia und direkt an allen wichtigen Verkehrsadern bietet das Sofia Airport Center für zukunftsorientierte Unternehmen eine optimale Erreichbarkeit per Straße und Luftweg. Auf den dicht am internationalen Flughafen von Sofia gelegenen Flächen, die vor Kurzem noch landwirtschaftlich genutzt wurden, gedeihen jetzt logistische und gewerbliche Zentren. Das Sofia Airport Center ist mit einer bebauten Fläche von insgesamt 165.000 Quadratmetern das größte Bauvorhaben. Es zeichnet sich durch ein individuelles Konzept aus und umfasst drei Hauptbereiche: ein 22.000 m2 großes Logistikzentrum, ein 100.000 m2 großes hochwertiges Bürocenter (LEED zertifiziert) und ein herausragendes Hotel mit 250 Zimmern. Das gesamte Projekt wird in zwei Phasen realisiert. Die erste Phase umfasst den Bau eines Bürogebäudes und von drei Logistikgebäuden, während in der zweiten Phase das 13-geschossige Hotel und die verbleibenden drei Bürokomplexe entstehen. Der Masterplan und der architektonische Entwurf wurden vom Prager Büro Cigler Marani Architects, das von Jakub Cigler und Vincent Marani geleitet wird, ausgearbeitet. Der Masterplan sieht einen geschlossenen Gewerbepark vor. Sämtliche Bauten werden am Rand der Gesamtfläche angeordnet und schließen somit einen großen rechteckigen Innenbereich ein, der landschaftlich mit einem künstlichen See ausgestaltet wird, sodass ein eingefasstes Erholungsgebiet entsteht. Dieser Bereich wird sowohl für Mitarbeiter als auch die Öffentlichkeit zugänglich sein. Das 13-geschossige Hotel, dessen Fassade auf die beiden parallel verlaufenden Straßen zum Flughafen ausgerichtet ist, wird dem Gesamtkomplex einen vertikalen Akzent verleihen. Die drei horizontal konzipierten, 20 Meter hohen Bürokomplexe mit den Restaurants und großen, dem Innenhof zugewandten Eingangshallen, werden in Nord-Süd-Richtung ausgelegt.

Der gewerblich genutzte Logistikbereich ist sinnvoll im rückwärtigen Teil des Areals angelegt, wo eine eigene Lieferzufahrt zur Verfügung steht. Die fertiggestellten Logistik- und Bürogebäude weisen einheitliche modulare Grundlagen auf, um den Bedürfnissen der Benutzer optimal gerecht zu werden. Der längsstehende Bürobereich wird durch zwei senkrecht angeordnete Teile unterteilt, die für die Plastizität des Gebäudes sorgen, und außerdem einen maximalen natürlichen Lichteinfall garantieren, um den Auflagen der anspruchsvollen LEED-Zertifizierung zu genügen. LEED ist der weltweit anerkannte Standard zur Messung der Nachhaltigkeit von Gebäuden. Durch einheitliche runde Säulen und die inneren feststehenden Kerne mit den Fluchttreppen ist sichergestellt, dass die Gebäudestruktur auf ein Mindestmaß beschränkt bleibt. Die selbsttragende Elementfassade des Bürogebäudes, die von den beiden Straßenzügen aus sichtbar ist, zeichnet sich durch ihre zurückhaltende Ausstrahlung aus, die ganz unüblich für die bulgarische Architektur ist. Gleichzeitig erinnert die hochwertige und stilvolle Glas- und Aluminiumhülle den Betrachter ständig daran, dass sich das Geheimnis im Detail verbirgt. Die unteren Geschosse sind vollständig verglast, um eine optische Loslösung des Gebäudes vom Erdboden zu erzielen. Bei den oberen Geschossen erzeugt die rhythmische Wiederholung der vom Boden bis zur Decke reichenden Verglasung mit den dünnen Massivleisten die schlanke und dynamische Ausstrahlung der Fassade. Durch die Wiederholung der beiden Basismodule, die beide ungefähr die gleichen Maße von 1250 x 3750 mm aufweisen, wird die Vielseitigkeit der Fassade unterstrichen. Eines der Module ist nämlich vollständig verglast, während das andere aus 50 cm breiten Aluminiumplatten besteht. Die Fassade, die auf dem Reynaers-System CW 86-EF/HI basiert, musste vielfältigen technischen und konzeptuellen Anforderungen entsprechen.

So musste sie an das umweltfreundliche Konzept des Komplexes angepasst werden, damit der vom Flughafen und den Autobahnen herrührende Lärm erheblich gedämpft wird. Dies führte zur Entwicklung maßgeschneiderter Profile und Zubehörteilen sowie zu einem speziellen Design für die Seitenränder des Gebäudes. Prüfungen zu Akustik sowie zur Luft-, Wind- und Wassereinwirkung haben belegt, dass mit dieser Spezialfassade der Lärmpegel um 45 dB gesenkt wird. Zudem verfügt die Fassade über ausgezeichnete antiseismische Eigenschaften sowie eine hohe thermische Dämmung. Darüber hinaus trägt die Fassade zur Senkung des Energieverbrauchs im Gebäude bei, da man anhand doppeltverglaster Fenster und einer doppeltbeschichteten Verglasung von erneuerbaren Energiequellen wie natürlichem Licht profitiert. Die individuelle Anpassung des Systems CW 86-EF hat jedoch auch ästhetische Gründe. Die Architekten, die scheinbar auf jedes noch so kleine Detail achten, verlangten schärfere Fassadenprofil-Kanten, was mit der Entwicklung eines entsprechenden Sonderprofils mit 0,5 mm schmalen Kanten umgesetzt wurde. Ein weiteres besonderes Detail, das von den Architekten ausgearbeitet wurde, ist das Konzept der natürlichen Belüftung der Fassade. Statt Fenster, die geöffnet werden können, haben sie eine Sonderform von Ventilen entwickelt, die in die Aluminiumleisten der Fassade integriert werden. Das Sofia Airport Center wurde so zu einem Meilenstein für die nachhaltige und durchdachte Entwicklung, und das in jeder Hinsicht: von dem ersten Makrokonzept bis hin zu den Mikrodetails im Arbeitsprozess.

benutzt Reynaers Systeme

Beteiligte Akteure

Architekt

  • Cigler Marani Architects

Verarbeiter

  • Kristian Neiko 90 LTD

Fotograf

  • Kiril Konstantinov

Andere Interessenvertreter

  • CO-VER (Generalunternehmer)